Bei der Verleihung des Gustav-Heinemann-Friedenspreises an Dolf Verroen (in der Mitte, ich wollte erst schreiben, mit Brille…) und seinen Übersetzer Rolf Erdorf für das Buch »Wie schön weiß ich bin«.
Nicht nur diesen Preis erhielt Dolf Verroen für seine sicherlich sehr nahegehende und nachdenkenswerte Geschichte über Maria und ihren Sklaven, bereits im Oktober bekam er den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis in der Kategorie Jugendbuch verliehen.
Maria feiert ihren zwölften Geburtstag mit vielen schönen Geschenken. Die größte Überraschung wird in einer silbernen Terrine auf den Tisch getragen und Marias Papa hebt selbst den Deckel herunter: Es ist ein Menschlein. Ein kleiner schwarzer Junge, Marias erster eigener Sklave!
Dolf Verroen erzählt aus der Perspektive eines Mädchens vom Alltag auf einer Teeplantage. Ihren kindlich-naiven Gedanken folgend hören wir von Marias Jungmädchen-Träumen. Mit großer Selbstverständlichkeit findet sie sich in die Rolle der rechtmäßigen Besitzerin eines Sklaven, den sie behandelt wie man Sklaven behandelt, den sie verachtet, schlägt, beschimpft, verkauft.
Dolf Verroen
Wie schön weiß ich bin
Peter Hammer Verlag
€ 12,00